White Terror
Daniel Schweizer / Schweiz, Frankreich, Deutschland / 2005 / 90 min / OmU
Freitag / 23.02.2007 / 17.30 Uhr

Daniel Schweizers provokativer Dokumentarfilm WHITE TERROR bildet den
Abschluss seiner Trilogie über die Hintergründe der Skinhead und
Neonazi-Bewegungen. Vor über acht Jahren begann mit „Skin or die“ eine
ausführliche und aufwendige Recherche zu diesem hochaktuellen Thema. Vor
zwei Jahren nahm „Skinhead Attitude“ die Geschichte der Skinheads unter die
Lupe. Im Zentrum des dritten und letzten Teils der Trilogie stehen die
internationalen Vernetzungen der rechtsextremen Bewegung mit ihrer Achse
Stockholm-Moskau-Dallas.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die rechtsextreme Bewegung stark
verändert: Die Veteranen sind verschwunden und an ihrer Stelle sind vor
allem in den Vereinigten Staaten und Europa neue Vordenker aufgetaucht, die
sich nicht zwangsweise auch ihre Köpfe kahl rasieren.
Sie haben alte Symbole durch neue ersetzt und organisieren sich über selber
gegründete Vertriebe, Musikclubs, Magazine, eigene Verlage und das Internet.
Im Zug der Globalisierung fallen einst klar definierte Grenzen, wodurch
rassistische Propaganda über eine wachsende Anzahl von Büchern, Websites,
CDs und Videokassetten weltweit immer grössere Bevölkerungsgruppen erreicht.
WHITE TERROR folgt den Spuren eines illegalen Videos aus Skandinavien. Die
Kassette mit dem Titel «Kriegsberichter 5» wurde unter dem Deckmantel
«Glückwünsche für 2003» heimlich in ganz Europa versandt.
Produziert von der skandinavischen Neonazibewegung in Finnland und
verschickt aus Schweden, enthüllt ihr Inhalt die aktuellen Orientierungen
der europäischen Neonazis, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts den weißen
Jugendlichen einen «racist life style» predigen.